Für unseren Teamfahrer Alexander Hertel stand am 01.05.2016 eine spontane Herausforderung auf dem Plan – der Sebnitz MTB Marathon. Seine Erlebnisse hat er hier zusammengefasst:

Freitag – eigentlich wie jede Woche stehen Intervalle auf dem Programm und so ging es für mich fünf Mal auf die Landeskrone in Görlitz. Da dies noch nicht reichte setzte ich noch ein Sprinttraining nach!

Samstag – 4 Stunden saß ich auf dem Rennrad, man merkte das harte Training vom Vortag doch ziemlich! Am Abend sagt dann ein guter Freund: „Ist nicht morgen das Rennen in Sebnitz?“ Als ich nachgesehen hatte, bestätigte sich das (…leider).

Sonntag, 1.Mai – Halb 10 Uhr entschlossen wir dann noch kurzfristig nach Sebnitz zu fahren. Innerhalb einer halben Stunde packten wir alles was man für ein Rennen braucht: MTB, Radkleidung, Helm, Trinkflaschen, Werkzeug, Luftpumpe und noch so vieles mehr. Manch Kleinigkeit hat man in der Hektik aber auch vergessen. Halb 11 Uhr fuhren wir los Richtung Sebnitz – um 12Uhr war der Start – eine Stunde fährt man von Görlitz nach Sebnitz – da muss man nicht lange rechnen um zu sehen, dass ich spät dran war. Trotzdem erreichte ich noch pünktlich den Ort des Geschehens. DSC00272-2Routinemäßig packten wir alles Nötige aus und zusammen für den Verpflegungspunkt, ich meldete mich nach und stellte mich mit 150 weiteren Fahrern in Startblock. Was für eine Hektik. Bis zu diesem Tag hatte ich mich noch nie so schlecht auf ein Rennen vorbereitet. Deshalb und wegen des vielen Trainings der Tage zuvor hatte ich keine großen Erwartungen, dass ich vorne mitfahren würde, aber ich wollte es als intensives Training sehen. DSC00262
Um 12.00Uhr war es dann endlich so weit – der Startschuss fiel und der große Pulk bretterte drauf los. Den ersten steilen Berg hoch über eine Wiese, die Schaltungen krachten, die Sättel knarzten bei den vielen Löchern in der Wiese und die Fahrer keuchten – so auch ich. Oben angekommen war ich ca. auf Platz 15 – ab da begann die Aufholjagd. Platz für Platz, Gruppe für Gruppe, Runde für Runde saugte ich mich näher an die Spitzengruppe. Vier Runden waren es – Runde für Runde eine neue Flasche – die Verpflegung klappte perfekt – ich fühlte mich richtig Stark. Am Ende von Runde 2 hatte ich die 3 Mann starke Spitzengruppe erreicht. Das ewige Aufholen hatte VIEL Kraft gekostet, wodurch ich gen Ende der dritten Runde diese wieder ziehen lassen musste. Ich bin dann einfach mein Tempo weitergefahren und hoffte einfach auf einen Fehler oder Defekt der Führenden – so kam es auch und ich rutschte noch einen weiteren Platz nach vorne.
Überglücklich über meinen zweiten Platz bekam ich auf dem Podium eine schöne Trophäe überreicht und der Spontantrip hat sich wirklich gelohnt – vor allem da die Strecke echt toll ist!
Nach diesem Erfolg freue ich mich schon auf den Marathon in Dresden!