Nicht nur die Little John Bikes Kunden sind im Fahrrad- und E-Bike-Fieber und freuen sich, dass die neue Radsaison nun beginnt. Auch die Little John Bikes Mitarbeiter können es kaum erwarten, endlich wieder auf´s Fahrrad zu steigen. Und wenn man(n) sich soeben sein Traumrad, ein Haibike Xduro Nduro RX,  gekauft hat, muss das Bike natürlich sofort getestet werden.

Xduro_NDuro_Rx_1Auch wenn das Wetter sich nicht gerade von seiner besten Seite zeigte und der Frühling eine kurze Pause eingelegt hat, konnte unser Mitarbeiter Marcel mit der ersten Ausfahrt nicht warten. Ein Kurztrip zur Wartburg – nahe dem thüringischen Eisenach am nordwestlichen Ende des Thüringer Waldes gelegen – bot trotz Schnee, Eis und Kälte super Bedingungen für einen ersten Test, über den er hier berichtet…

Dank meines Jobs in der Bikebranche komme ich oft in den Genuss verschiedene E-Bikes unterschiedlicher Hersteller mit unterschiedlichen Antriebssystemen zu fahren, doch nun hieß es „mein eigenes“ E-Bike zu fahren und zu testen. Das Rad wurde ausgerechnet bei Dauerregen ausgeliefert. Doch meine Gier nach dem Neuen war stärker als mein innere Schweinehund. So begann die erste Ausfahrt bei Schneematsch und 5 Grad Celsius.

Xduro_NDuro_Rx_4Vorab ein paar technsiche Informationen: Das Nduro RX wird von dem neuen Bosch Motor Performance Line CX angetrieben, welcher speziell für den sportiven Einsatz im Offroad-Bereich entwickekt und deutlich leistungsoptimiert wurde. Der Mit­telmotor liefert bis in den hohen Drehzahlenbereich ein kontinuierliches, maximales Drehmoment von bis zu 75 Nm. Zudem verfügt er über die neue „Direct Flow“-Technik, die eine kraftvolle Un­terstützung in den unteren Kadenzen ab 20 U/min garantiert.

Die sogenannte Trail Control bietet eine dynamische Leistungsregelung, bei der der Fahrer immer die richtige Unterstützungsstufe (von 50–300%) wählen und somit die perfekte Abstimmung fürs Gelände einstellen kann. Der Gear Change Control macht schnelle und schonende Gangwechsel möglich und lässt eine sportliche Beschleunigung zu. Für ausreichend Power sorgt die 36 Volt Batterie, mit einer Gesamtleistung von bis zu 500 Wh. Mit Hilfe des Step-In-Battery-Integration-Concepts wurde sie in das Unterrohr versenkt. Eingefasst von zwei speziellen Anformungen oben und einer komplett formschlüssigen Anbindung unten verschmilzt die Batterie mit dem Rahmen, der durch zusätzliche Elemente Vibrationen auf den Akku dämpft.

Aber nun genug über Technik geschrieben… Wie fährt sich sich das X-Duro eigentlich?

Haibike_Xduro_NDuro_RxDas Bike bietet besonders dort enormen Fahrspaß, wo abfahrtsorientierte Fahrer sonst weniger haben: bergauf. Hinauf zur Wartburg im schönen Thüringen zeigte sich, was in dem neuen Motor steckt: jede Menge Kraft. Im Turbo-Modus lässt sich die 22 Kilo Maschine problemlos mit über 20 km/h hinauf fahren. Das leise Summen das Motors und nicht zuletzt die tolle Optik, aber auch das Tempo mit dem ich den Anstieg erklomm, bescherten mir staunende Blicke. Oben angekommen – etwas ist anders. Ich bin kaum außer Puste. Einfach nur Wahnsinn diese unglaubliche Unterstützung.

Xduro_NDuro_Rx_AkkuAber auch in der Abfahrt punktet das Bike. Die 180 mm Federweg an Front und Heck schlucken jegliche Unebenheiten problemlos weg. Trotz des hohen Systemgewichts ist das Bike wendig und agil, jedoch erfordert es auch ein gewisses Maß an fahrtechnischem Können. Man sollte die Grundlagen, wie Bremsen, Balance halten und Kurvenfahrten beherrschen. Der tiefe Schwerpunkt sorgt für eine gute Streckenlage und das Gewicht bietet mehr Traktion beim Bremsen.

Fazit: Das E-Mountainbike erweitert einem Biker die sportlichen Möglichkeiten. Durch die elektrische Unterstützung – gerade bei den Bergauf-Passagen – ergeben sich neue Möglichkeiten und Geschwindigkeiten und Grenzen verschieben sich. Die E-Power sorgt auf Abschnitten, die bislang nur mit Mühe und Not bewältigt werden konnten, für grinsende Gesichter.

Xduro_NDuro_MarcelSofern man die Technik gut beherrschst, sorgt die Unterstützung für unglaublichen Spaß, den man so nie auf einem normalen MTB erlebt. Dank des Antriebs und der Wahl der Unterstützungsstufen kann man entspannt fahren oder sich auch so richtig verausgaben.