Es folgt der Rennbericht von unserem Teamfahrer Alexander Hertel, der am letzten Wochenende leider nicht ganz so erfolgreich war wie in seinen letzten Rennen. Wir drücken dir für die kommenden Tage die Daumen!

Es gibt Tage die laufen und es gibt Tage die laufen einfach nicht – aber erstmal von vorne….
Das Wochenende vor meinem Lieblingsrennen, dem Malevil Cup, begann besonders schön, denn ich konnte mein neues Racefully, das Haibike Sleek 9.10, das erste mal richtig testen. Hierfür montierten wir meine Quarq Kurbel. Diese passte leider nicht 100% in den Rahmen… Deshalb habe ich mich nach laaaangem überlegen dazu entschlossen, eine neue Kurbel mit dem passenden Tretlagerstandard zu bestellen.

Malevil_Cup_3Die Woche war dann geprägt von vielem lernen für die Ausbildung und der Vorbereitung für die anstehenden Rennen. Das alles war in dieser Woche sehr fordernd, wodurch ich kaum Zeit zur Erholung hatte. So schaffte ich es nicht einmal die Vorbelastung am Freitag zu fahren. Trotzdem wollte ich mein Lieblingsrennen nicht verpassen und vor allem nicht die Chance die WM-Qualifikation zu meistern.
Am Freitag holt ich mir dann meine Startnummer für die am nächsten Tag stattfindende Marathon World Series in Jablonné, Tschechien. Wie letztes Jahr hatte ich die Startnummer 9. Schon vor dem Start um 8.30 fühlten sich meine Beine schwer an und ich wusste, dass das nicht mein Tag wird. Etwas hektisch fiel der Startschuss und wir starteten drauf los. Soweit noch ganz gut aber in den ersten 10km fühlte ich mich schon sehr müde und kraftlos – ich hatte total den Anschluss verloren und konnte fast keiner Gruppe folgen die mich überholte. Auf einem coolen Singletrail rutschte ich leider weg, da ich den falschen Reifen vorne montiert hatte. Um den Anschluss an eine ähnlich starke Gruppe nicht zu verlieren riskierte ich zu viel und rutschte wieder weg. Diesmal war der Sturz heftiger und ich fiel ziemlich böse auf meinen Nacken und mein Gesicht. Ich musste auch erst die Bremse lösen, um den Lenker wieder gerade zu bekommen. Ab da war die Luft komplett raus. Ich sah das „Rennen“ nur noch als Training und so gab ich, nach noch einem Sturz an der übernächsten Verpflegungsstelle in Oybin, auf. Von Oybin aus fuhr ich noch ganz gemütlich über die Straße zur Malevil Ranch, um den Chip abzugeben und das Bike zu putzen.

Malevil_Cup_2Nachdem alles gepackt war, fuhr ich ziemlich enttäuscht über meine Leistung nach Hause, wo schon Lasagne und der Mechaniker warteten. Phil von Little John Bikes Görlitz baute die wichtigsten Teile auf mein Hardtail um, aber vor allem montierte er breitere und gröbere Reifen, denn die Bayerische Meisterschaft beim Franken-Bike-Marathon sollte nicht einfacher werden. Nachdem ich geduscht, gegessen und alles ins Auto geladen hatte ging es nach Trieb, um am Abend die Startnummer für das Rennen am nächsten Morgen zu holen – diesmal die Nummer 36.
Nach einem ausgiebigen Abendessen fühlte ich mich schon besser für das bevorstehende Rennen und ich stellte mich am nächsten Morgen etwas zuversichtlicher in Startblock.
Ich kam nach dem Startschuss auch gut weg nur leider konnte ich der Geschwindigkeit am ersten Berg nicht folgen. Um dran zu bleiben versuchte ich alles – wahrscheinlich auch zu viel, denn nach 2 Std im Rennen war auch hier die Kraft weg – schade… Also entschied ich mich ein weiteres mal aufzugeben… Die Strecke in Trieb war jedoch wirklich cool und wenn sie etwas trockener gewesen wäre, hätte es wahrscheinlich viel mehr Spaß gemacht.
Trotz der schlechten bzw. fehlenden Resultate blicke ich optimistisch in die Zukunft für das nächste Rennen – der Zillertal Bikechallenge!